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Klein
Körpen 22) auf den väterlichen Hof führte. Der Großvater seiner Frau,
der Bauer Michael II. Krüger in Klein Körpen, hatte seine Ehefrau
Barbara Schlesier im Jahre 1784 vom Schulzenhof in Tolksdorf geholt.
Der Großvater Michaels II. wiederum, Petrus Krüger, war etwa 100 Jahre
früher als Tolksdorfer Bauernsohn geboren. Dessen Vater Laurentius
hatte, wie erinnerlich, im Jahre 1670 seine Ehefrau Erdmut Ludwich
sogar vom Erbhof Nr. 7 gefreit. Die verhältnismäßig jungen Beziehungen
der Schwiegereltern des Anton Wichert des Jüngeren zu Tolksdorf mögen
vielleicht beim Zustandekommen der Ehe mitgewirkt haben. Bemerkenswert
ist, daß die Bande zwischen den Familien Wichert und Krüger später noch
fester geknüpft wurden, als im Jahre 1866 der Sohn des Martin Wichert
in Gr. Maulen, Karl mit Vornamen, Katharina Krüger, die Schwägerin
seines Onkels Anton Wichert, heiratete.
Aber erst am 4. 7. 1849
erhielt Anton Wichert der Jüngere das Erbe auf Grund des Kaufvertrages
vom gleichen Tage verschrieben. Der Kaufpreis des schuldenfreien Hofs
betrug 1333 Rtl. 10 Gr. Davon bekam der Käufer selbst 1160 Rtl.
20 Gr. zur Angleichung mit seinen Geschwistern; den Rest des Kaufgeldes
mit 166 Rtl. 20 Gr. ließen die Verkäufer auf 3 Jahre zinslos stehen.
Sie behielten sich folgendes Ausgedinge vor, dessen Vergleich mit dem
Vertrag vom 17. 10. 1796 den fortschreitenden Wohlstand der Familie
erweist: freie Bewohnung und völlige Benutzung der beiden im Haus
befindlichen kleinen Stuben, deren eine heizbar war, sowie eines von
dem Annehmer noch einzurichtenden Söllers, dazu den Mitgebrauch des
Kellers oder den Gebrauch eines auf Verlangen der Altsitzer für sie
besonders einzurichtenden Kellers, der gewölbt und mindestens 10 Fuß
lang und breit sein sollte; freies und trockenes, auf Kosten des
Besitzers anzufahrendes und kleinzumachendes Holz für Feuerung und
Heizung; jährlich 12 Sch. Roggen, außerdem jedesmal, wenn im Gute gebacken würde, 2 feine Roggenbrote in gewöhnlicher Größe; 5 Sch. Weizen, 2 Sch. Gerste, je ein Sch. graue und weiße Erbsen, 1/2 Sch. Graupengrütze, 1/4 Sch. Hafergrütze, 6 Stof Schwadengrütze, freies Geköch aus Garten und Keller oder nach der Wahl der Altsitzer 15 Sch. Kartoffeln und 1/2 Sch. Möhren; freies Haustrinken sowie allmonatlich 1/4 Tonne Stadtbier und alle 14 Tage einen Stof Branntwein; den dritten Teil des
Obstes aus dem Garten und die Benutzung des Gartens mit den Obstbäumen
am Gebäude; freie Wäsche und eine Dienerin ganz auf des Besitzers
Kosten in gesunden wie in kranken Tagen; jährlich ein fettes Schwein
nächst dem Besten, 8 fette Gänse, 6 Hühner zum Schlachten, 1 Viertel Rindfleisch, 2 Schöppsen, 2 junge Ferkel zum Schlachten; 1/2 Sch. Salz, 3 Schock Eier, 3 Schock Lichte, 2 Pfund Wolle, 3 Stein rein geschwungenen Flachses; 1 eiserne Kuh bei des Käufers
22) Geboren am 3. 3. 1823; ihre Eltern waren Michael III. Krüger und Elisabeth, geb. Salditt.
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